Grußworte

- © UNESCO
Koïchiro Matsuura
Generaldirektor der UNESCO
In der ersten Hälfte der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung" (BNE) wurden intensive Anstrengungen unternommen, um die Grundsätze, Werte und Praktiken der nachhaltigen Entwicklung in allen Bereichen der Bildung und des Lernens zu verankern. Da die UN-Dekade sich ihrer Halbzeit nähert, ist es nun an der Zeit für UNESCO-Mitgliedstaaten, UN-Sonderorganisationen, Vertreter der Zivilgesellschaft, der Jugend und des Privatsektors, zusammenzukommen, um das bisher durch die UN-Dekade Erreichte zu diskutieren. Eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung der Dekade wird helfen festzustellen, welche Wirkung die Weltdekade bis jetzt erzielen konnte und wie diese weiter intensiviert werden kann. Durch die Konferenz sollen darüber hinaus die Zusammenarbeit und der Austausch zwischen den Akteuren der Bildung für nachhaltige Entwicklung verbessert werden. Ebenso soll die Konferenz den Beitrag der BNE zu allen Bildungsbereichen, -ebenen und -systemen hervorheben.
Vieles wurde seit dem Start der UN-Dekade im Jahr 2005 erreicht, doch vieles bleibt auch in den kommenden Jahren noch zu tun. Die Weltkonferenz bietet eine hervorragende Gelegenheit, den weiteren Weg festzulegen und Lösungsansätze zu diskutieren, die eine Bildung für nachhaltige Entwicklung zu aktuellen globalen Herausforderungen beitragen kann.
Im Namen der UNESCO, die sowohl die Federführung für die Umsetzung der UN-Dekade und deren internationale Koordinierung übernommen hat als auch Mitveranstalter der Konferenz ist, wünsche ich dieser wichtigen Veranstaltung den größtmöglichen Erfolg für die Entwicklung von Bildungsansätzen, die heute Kompetenzen vermitteln, um unsere gemeinsame Zukunft sicher und nachhaltig zu gestalten.
Der Text ist eine Übersetzung der englischen Originalfassung.

- © BMBF
Prof. Dr. Annette Schavan, MdB
Bundesministerin für Bildung und Forschung
700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus aller Welt kommen zur UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung – Startschuss für die zweite Halbzeit der UN-Dekade" in die UN- und Bundesstadt Bonn. Ich begrüße Sie sehr herzlich in Deutschland. Gemeinsam mit der UNESCO richtet das Bundesministerium für Bildung und Forschung diese wichtige Konferenz aus, auf der die entscheidenden Weichenstellungen für die zweite Halbzeit der UN-Dekade vorgenommen werden sollen. Insbesondere Herausforderungen der Nachhaltigkeit müssen wir in Zukunft noch stärker als bislang unter dem Gesichtspunkt von Bildung betrachten. Denn Bildungsinhalte und Lernmethoden sind Schlüssel für eine nachhaltige Entwicklung.
Die Umsetzung der UN-Dekade ist für Deutschland von großer Bedeutung.
In der ersten Hälfte der Dekade konnten wir bereits vieles erreichen. Mehr als
600 Projekte aus ganz Deutschland wurden als offizielle Projekte der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ausgezeichnet. "Bildung für nachhaltige Entwicklung" ist ein Leitfaden bei der Weiterentwicklung unseres Bildungswesens. Für diesen Weg brauchen wir den internationalen Austausch von Erfahrungen und Ideen. Die Weltkonferenz 2009 in Bonn bietet dafür allen Beteiligten eine hervorragende Gelegenheit. Wir müssen voneinander lernen, Best-Practice-Beispiele austauschen, gemeinsam weitere Umsetzungsstrategien entwickeln und internationale Kooperationsprojekte entwerfen.
In diesem Sinn wünsche ich der UNESCO-Weltkonferenz einen erfolgreichen Verlauf, allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern gewinnbringende Diskussionen und bedeutsame Impulse für die Zukunft.




