Lateinamerika und Karibik

Spring’s Seeds. Einübung von staatsbürgerlichen Rechten von Kindheit an, Brasilien

Ziel dieses Projekts ist es, Voraussetzungen für die Einübung von staatsbürgerlichen Rechten von Kindheit an zu schaffen, die es ermöglichen, dass Kinder und Heranwachsende "Bürger mit einer Stimme" sind. Auch soll mittels dieses Projekts eine aktive Teilnahme am Aufbau ihrer Schulen und ihrer Stadt gewährleistet werden. Damit tragen sie dazu bei, sozial gerechte und nachhaltige Erziehung zu ermöglichen. Die Beiträge der Kinder sollen in das ökologisch-politisch-pädagogische Projekt von Schulen und in die Bildungspolitik der Stadt, mit der Betonung des Rechts auf Bildung für Kinder aller Altersgruppen, integriert werden. Die Vorschläge zu sozialen und atmosphärischen Eingriffen, die von teilnehmenden Kindern entwickelt werden, sind das Ergebnis eines intensiven Prozesses der Definition von Problemen in der gelebten Realität. Um die Veränderungen in Einstellungen und Verhalten der gesamten Schulgemeinschaft zu verstärken, werden solche Vorschläge in ein ökologisch-politisch-pädagogisches Projekt des Bildungszentrums in Osasco mit einbezogen: die verschiedenen sozialen Akteure werden in die Aktionspläne zur Konkretisierung des Schutzes von Kindern und Jugendlichen involviert. An dem Projekt nehmen 101 Schulen teil.

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Nationales System zur Zertifizierung von Umweltbildungseinrichtungen, Chile

Im Jahre 2003 unterzeichneten das Bildungsministerium, die nationale Umweltkommission, die nationale Forstwirtschafts-Gesellschaft, die UNESCO und der chilenische Zusammenschluss der Stadtverwaltungen ein Kooperationsabkommen, um gemeinsam das nationale System zur Zertifizierung von Umweltbildungseinrichtungen (SNCAE) umzusetzen. 2008 ist das Generaldirektorat für Gewässer diesem Zusammenschluss ebenfalls beigetreten. In den Jahren 2003 bis 2008 haben mehr als 1.000 Umweltbildungseinrichtungen im ganzen Land an dem Programm teilgenommen, hiervon haben 400.000 Schüler profitiert. Die Einrichtungen sind bei der Entwicklung von Bildungs- und Umweltstrategien unterschiedlich weit vorangeschritten, schätzungsweise 500 werden die Zertifizierung bis Ende 2009 erhalten haben. Drei Indikatoren für Umweltqualität in der Bildung werden im Zuge der Zertifizierung analysiert: Lehre, Management und die Reichweite der Verbindung mit der Umwelt. Diese drei Bereiche sollen von einer ganzheitlichen Perspektive aus arbeiten und lokale Umweltthemen überschreiten. Wissen und Handeln sollen durch die Kontextualisierung von Umweltthemen erzeugt werden und die Einbeziehung von Schulleitern durch umweltbewusstes Management und die Wiederverwertung und Erhaltung des Lebensumfeldes erreicht werden. Im Jahre 2007 wurde der Prozess auf drei Ebenen erweitert (Basis, Medium, Exzellenz), wodurch Einrichtungen je nach ihren bisherigen Erfahrungen einbezogen werden und sich allmählich und kontinuierlich von einer niedrigen Ebene der Komplexität zur höchsten bewegen.

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Nationales Programm zur Umweltbildung, Kolumbien

Das nationale Programm zur Umweltbildung steht für die Strategie der kolumbianischen Regierung zur Institutionalisierung von Umweltbildung sowohl auf lokaler als auch auf nationaler Ebene. Das Programm setzt sich zum Ziel, einen konzeptionellen Rahmen und eine Methodik zu entwickeln, die Umweltbildung anleiten sollen. Zu diesem Zweck soll kontinuierliche Forschung laufend Ergebnisse zur weiteren Verwendung erzielen. Umweltbildung soll in alle Bildungsstufen integriert werden, einschließlich Katastrophenvorsorge und Management-Bildung. Das Programm startete bereits 1992 und hat bislang einige Fortschritte erzielt. Umweltbildung wurde in den rechtlichen Rahmen integriert, eine Strategie zur Durchführung wurde angenommen und ein kontinuierliches Forschungsprogramm wurde eingerichtet. Die Hälfte aller Regionen Kolumbiens nimmt am Programm teil, 15 Publikationen zu Themen der Umweltbildung wurden herausgegeben, etwa 900 Lehrer haben Koordinationszentren in der Region gebildet und 511 Bildungseinrichtungen haben Umweltprojekte an Schulen eingeführt.

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Bildung zu, Schutz vor und Lösung von Umweltproblemen und Vorsorge zu Naturkatastrophen, Kuba

Die Initiative hat zum Ziel, Bildung zu Umweltschutz und Katastrophenvorsorge in das kubanische Bildungssystem zu integrieren, insbesondere in den gefährdeten Regionen wie am Fluss Cuaguateje und Toa und den Nationalparks Guanahacabibes und Vinales. Bildungsprogramme für Umwelt und Katastrophenvorsorge, die mit einem Gutachten zu den Umweltproblemen der Gemeinden im Gebiet beginnen, wurden für Lehrer und die lokale Verwaltung entworfen. Umweltthemen sollen in alle Bildungsbereiche verankert und die Umweltbildung der Lehrer gestärkt werden. Risikokarten und Zentren für Risikomanagement werden geschaffen, Umweltaktivitäten in Schulen unterstützt und geschaffen. Familien und Kommunen sollen dabei in gleichem Maße einbezogen werden wie Schüler, Bildungsmaterial und Forschungsmöglichkeiten sollen entwickelt werden. Das übergreifende Ziel ist es, ein breites Wissen über Umweltthemen und Katastrophenvorsorge bei der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten zu erreichen.

© Sandwatch

Sandwatch Projekt, international

Sandwatch versucht, den Lebensstil und die Gewohnheiten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in einem lokalen Ansatz zu verändern sowie ein Bewusstsein für die fragile Meeres- und Küsten-Natur und einen sinnvollen Umgang damit zu entwickeln. Dies ist ein Bildungsprozess, durch den Schüler und Gemeindemitglieder zusammen lernen und arbeiten, um wissenschaftlich den Wandel zu messen, die Probleme ihrer Strand-Umwelt kritisch zu bewerten und im Anschluss daran nachhaltige Ansätze zu entwickeln und durchzuführen. Das Projekt bietet den Schülern und Kommunen die Möglichkeit, aktiv in die Bewirtschaftung und den sinnvollen Umgang mit der Küstenumwelt einbezogen zu werden.

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