Europa und Nordamerika
Dalhousie Universität Kolleg für Nachhaltigkeit, Kanada
Das Kolleg für Nachhaltigkeit an der Dalhousie Universität ist ein interdisziplinäres Forum für gemeinsames Unterrichten und Lernen, um globale Themen zur Nachhaltigkeit anzugehen. Dieses Kolleg ist einmalig in Kanada und bietet einen Ansatz zu Nachhaltigkeitsthemen, der disziplinäre Grenzen überschreitet und einen gemeinsamen Platz für das Studium der Nachhaltigkeit im Zentrum der Kommune einnimmt. Empirisches Lernen ist in den Lehrplänen verankert und die Studenten haben viele Möglichkeiten, um mit Akteuren der Kommune zusammen an aktuellen Problemen der Nachhaltigkeit zu arbeiten.

- © Memo'Risks
Memo’Risks, Frankreich, zusammen mit Weltkatastrophenverminderungs-
Kampagne “Katastrophenrisikoverminderung beginnt in der Schule”, international und digitale Datenbank für Unterrichtsmaterialien zu Katastrophenrisikoverminderung, international
Memo’Risks lehrt lokale und praktische Bildung für Katastrophenbekämpfung. Memo’Risks integriert die Stadt und die Bildungsinstitutionen in ein globales Projekt zur Kommunikation von Risiken. Basierend auf einer echten Partnerschaft verbindet das Projekt Bildung zur Risikovorsorge unter Kindern mit einer Erhöhung des Risikobewusstseins in der Bevölkerung. Diese Methode ist für natürliche und technologische Risiken anwendbar und auf jedes Gebiet und jede Sprache übertragbar. Neben diesem Hauptziel steigert “Memo’Risks” das Bewusstsein der Erwachsenen und leitet die Schule dabei an, alle notwendigen Vorkehrungen für eine Krise zu treffen.
Zudem gibt das Projekt den Kindern die Möglichkeit, am öffentlichen Leben teilzuhaben und ermutigt die Behörden, die Verbreitung präventiver Informationen unter den Einwohnern effektiver zu verfolgen. Dieses Projekt richtet sich an Kinder ab 11 Jahren, die allgemeinbildende, berufsbildende und landwirtschaftliche Schulen besuchen. Die Jüngsten können dabei dazu ermutigt werden, den Stab, der von den Älteren geführt wird, weiterzutragen. Initiiert im Jahre 2004, wurde Memo’Risks vor allem für das Loire-Staubecken (Flut- und Nukleargefahr) und das französische Gebiet von Provence, Alpen und Côte d’Azur und die karibischen Regionen (Hurrikans, Erdbeben und Blitzüberschwemmungen) entwickelt.

- © Deutsche UNESCO-Kommission
Förderung guter Praxis der BNE durch die Verleihung des Status “Offizielles Deutsches Projekt für die UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung”, Deutschland
Das deutsche Nationalkomitee, zentrales Steuerungsgremium der „UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung“, verleiht den Status „Offizielles Deutsches Projekt der UN-Dekade BNE“ an erfolgreiche und innovative Projekte, um gute Praxis hervorzuheben und zu fördern. Hauptziel ist es, die Sichtbarkeit erfolgreicher BNE-Projekte zu verstärken, eine integrative Vision von BNE zu unterstützen und Projekte in diesem Bereich anzuerkennen.
Das Programm wird in mehreren aufeinander folgenden Schritten von der Bewerbung bis zur Verleihung anhand klar definierter Kriterien durchgeführt. Bis Oktober 2008 wurden mehr als 700 Projekte ausgezeichnet. Die Spannweite der Institutionen, die Dekadeprojekte umsetzen, zeigt die Vielfalt der BNE: Kindergärten, Schulen, Universitäten, berufliche Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, Ministerien, Nichtregierungsorganisationen und Firmen. Das breite inhaltliche Spektrum von BNE ist ebenfalls dargestellt: es gibt Projekte mit einer Betonung der Umweltbildung, der Konsumbildung oder der entwicklungspolitischen Bildung, Projekte die kulturelle Bildung und nachhaltige Entwicklung verbinden etc. Ein besonders wichtiger Aspekt des Programms ist die Bedingung, dass die Projekte sich einem komplexen und multidimensionalen Konzept von BNE verpflichten müssen. Dies bewirkt zum Beispiel, dass reine Umweltprojekte, die darüber hinaus keine weiteren Dimensionen der nachhaltigen Entwicklung berücksichtigen, nicht anerkannt werden können.
ISE: Aufbau von Kapazitäten für internationale Partnerschaften, Lettland und international
Das Ziel dieses Projekts ist es, Bildung im Allgemeinen und Lehrerbildung im Besonderen in Richtung Nachhaltigkeit neu zu orientieren. Forschung soll helfen, eine methodische Basis für nachhaltige Entwicklung in der Bildung zu entwickeln. Um diese Ziele zu erreichen, entwickelt das ISE Studienprogramme für Bachelor, Master und Doktorgrade im Bereich Bildung, die das Thema nachhaltige Entwicklung einbeziehen. Des Weiteren werden zwei Ausgaben des Journals zu Lehrerbildung für nachhaltige Entwicklung herausgegeben, die dafür konzipiert wurden, die Idee einer Bildung für nachhaltige Entwicklung zu verbreiten. Um eine Vernetzung zu fördern, werden jährlich Konferenzen zum Thema „Nachhaltige Entwicklung. Kultur. Bildung“ in verschiedenen europäischen Ländern durchgeführt. Diese Konferenzen sind Teil einer breiteren europäischen Netzwerk-Strategie, die auch die Teilnahme an europäischen Projekten wie ERASMUS, COMENIUS oder dem Baltic and Black Sea Circle Consortium beinhaltet.

- © Co2nnect
CO2nnect – CO2 auf dem Weg zur Schule, Norwegen und international
Co2nnect ist eine internationale Schulkampagne zur BNE, die vom 16. bis 29. März 2009 durchgeführt wird. Es geht darum, Schulen an einer international koordinierten, internetbasierten Aktivität zu beteiligen, bei der Schulen, Forscher und lokale Entscheidungsträger zu dem Thema CO2--Emissionen von öffentlichen Transportmitteln kooperieren. Ziel ist es, eine Vielzahl von Schulen, Schülern, Eltern und Kommunen in Europa darauf zu verpflichten, in den Bereichen Klima und Transport mit Methoden einer nachhaltigen Entwicklung zu arbeiten. Zu diesem Zweck werden computergestützte Anwendungen bereitgestellt, die Richtlinien, Links und einen Rechner für CO2-Emissionen beinhalten. Während der Kampagne werden CO2-Emissionen in einer gemeinsamen Datenbank registriert und mithilfe der Anwendungen von der Webseite analysiert. In einem zweiten Schritt sollen Reflexionen zum öffentlichen Nahverkehr und dessen Auswirkungen angestellt werden und Raum für Verbesserungen gefunden werden. Abschließend sollen Dialoge und Debatten mit lokalen Entscheidungsträgern über die Situation des öffentlichen Nahverkehrs stattfinden.




