Asien und der Pazifik

© Samvardhan

Globale Kommunen für Nachhaltigkeit, Australien und Indien; zusammen mit Samvardhan – Förderung von Mensch und Natur, Indien

Globale Kommunen für Nachhaltigkeit
Dieses Projekt bezieht Schüler der Sekundarstufe aus Australien und Indien ein, die gemeinsam daran arbeiten, Nachhaltigkeitsthemen in ihrer lokalen Umgebung zu identifizieren und sie in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren zu bearbeiten. Ihr erlerntes Wissen teilen sie durch Online-Diskussionen auf der Projekt-Webseite mit anderen. Innerhalb des Projekts werden die Projektaktionen vorgestellt und Austauschbesuche von Schülern in Australien und Indien durchgeführt. Das Projekt bietet im Verlauf eines Jahres intensive Lernmöglichkeiten für Schüler an. Es entwickelt Modelle für Austausch und Beteiligung und kulturelles Verständnis, Führungsverhalten und Problemlösungsfähigkeit zur Nachhaltigkeit unter jungen Menschen. Gemeinschaftsaktionen werden von den Schülern in Zusammenarbeit mit der lokalen Verwaltung und Politik initiiert.

Samvardhan – Pflege von Mensch und Natur
Das Projekt Samvardhan verbessert die Lebensqualität von etwa 4500 Familien im Stammesgebiet Süd-Gujarat (Westindien). Der Fokus des Projekts liegt auf dem Zugang zu sauberem Wasser, der Verbesserung der Lebensgrundlagen und der Förderung von effektiver Grundbildung. Die gewünschten Resultate sollen durch die Entwicklung nachhaltiger lokaler Institutionen und die Förderung der bestehenden Institutionen erzielt werden. Dies verstärkt auch die Demokratie auf Dorfebene, welche die Gemeinschaft dazu befähigt, ihre Ansprüche einzufordern. Dies wurde durch ein einzigartiges Modell erzielt, das einen Grundstock von ländlichen Unternehmern bildet, genannt „Gemeinde-Unternehmer“. Diese leben in jedem der Dörfer und steigern die lokalen Fähigkeiten für einen nachhaltigen Wandel. Das Projekt wird von dem Zentrum für Umweltbildung (CEE) in Indien und dem Field Studies Council in Großbritannien als Überseepartner gemeinsam durchgeführt.

Weitere Informationen

© Shangrila la Institute for Sustainable Lifestyles

Wasserschule für einen lebendigen Yangtze, China

Die Wasserschule für einen lebendigen Yangtze ist ein Bestandteil des internationalen Wasserschulen-Programms, das in Österreich von Swarovski initiiert wurde. Das langfristige Ziel dieses Projekts ist die Wiederherstellung der ökologischen Integrität des Yangtze-Flusses durch eine zunehmende öffentliche Teilnahme am nachhaltigen Wasserressourcen-Management. Kurzfristig versucht das Programm, ökologische Verantwortung in ausgewählten Wasserscheiden des Yangtze durch Bildung und Anbindung an die Kommune zu fördern. Das Projekt zielt darauf ab, Möglichkeiten der Befähigung zum Handeln zu schaffen sowie Bewusstsein und Verständnis für die Wichtigkeit der Ressource Wasser zu stärken, die Prinzipien des sinnvollen und nachhaltigen Wassermanagements und die Notwendigkeit von verantwortungsvollem Handeln. Zurzeit wird das Projekt in 27 verschiedenen Schulen und Kommunen entlang des Yangtze-Flusses in den Regionen Shangri-la (Yunnan), Sichuan und Shanghai durchgeführt. Der Prozess beinhaltet, Unterrichtsmaterialien zur Wasserschule zu entwickeln, Lehrer auszubilden, das Projekt in den ausgewählten Pilotschulen über drei Jahre hinweg durchzuführen und lokale Wasser-Aktionen zu fördern und zu unterstützen. Das Projekt ist auch eine Plattform für kulturellen Austausch zwischen Schülern aus verschiedenen kulturellen und ethnischen Hintergründen sowohl innerhalb Chinas als auch international durch die Verbindung zu anderen Wasserschul-Projekten rund um die Welt.

Weitere Informationen

© Institute Perguruan Kuala Terengganu

Wiederverwendung junger Kokosnuss-Schalen, Malaysia

Das Projekt versucht eine Lösung zu finden, wie man den Abfall der Kokosnuss-Schalen verwenden kann, nachdem das Fruchtfleisch ausgeschabt und das Wasser als Getränk genutzt wurde. Kokosnüsse werden in Malaysia überall auf den Straßen verkauft und die Schalen werden auf die Straße geworfen. Diese Schalen sind die Nahrung von Würmern, die guten Kompost erzeugen. Gleichzeitig kann die Haut der jungen Kokosnüsse als Ersatz für Plastiktüten bei der Pflanzenvermehrung und für wachsende Keimlinge genutzt werden. Diese Methode verhindert den Normalfall, in dem die Schalen auf der Straße liegen bleiben, wo das angesammelte Wasser in den Schalen ein Nährboden für Moskitos ist. Die Verbrennung würde wiederum die Umwelt schädigen. Das Ziel ist es, die Öffentlichkeit durch Schulen zu ermuntern, am Projekt teilzunehmen. Kompost kann vor Ort durch lokalen organischen Müll erzeugt werden. Da das Projekt sich erst in der Anfangsphase befindet, müssen Ideen und Entscheidungen noch im Detail getroffen werden. Um dies zu erreichen, sollten die Lehrer Beispiele zeigen, denn Ideen kommen auch von Lehrern, und sie den speziellen Bedürfnissen anpassen.

© Untouched World

Stiftung „Untouched World“, Neuseeland

Die neuseeländische Bekleidungsmarke Untouched World und die Tochtergesellschaft Stiftung „Untouched World“ erwuchsen aus dem Bedürfnis, eine positive und nachhaltige Zukunft mit sozialer, kultureller und ökologischer Nachhaltigkeit zu schaffen, welche fest im Leitbild des Unternehmens verankert ist. Das Ziel des Verhältnisses zwischen der Stiftung und der Mutterfirma ist es, einen Zyklus interner und externer Einwirkungen zu befördern, der aktiv Menschen dazu bewegt, nachhaltiger zu denken und zu handeln. Ein Matrix-Modell wurde entwickelt um die sozialen, ökonomisch-politischen und ökologischen Auswirkungen der derzeitigen Verfahren innerhalb der Firma festzulegen. Dafür wurde ein gesamtheitliches Mitarbeiter-Ausbildungsprogramm entwickelt und umgesetzt, welches das Verständnis von Nachhaltigkeit verstärkt und konkrete Beispiele aufzeigt, die von Mitarbeitern bereits umgesetzt werden.
Hauptfokus der Stiftung Untouched World selbst ist die Ausbildung von jugendlichen Führungskräften. Sie ermöglicht jungen Erwachsenen einzigartige Lernerfahrungen in ganz Neuseeland und entwickelt praktische, intellektuelle und alltägliche Fähigkeiten, um ihr Potential zu maximieren und sie für eine leitende Rolle in einer nachhaltigen Zukunft zu inspirieren. Das Programm ist auf Schüler der Jahrgangsstufe 11 bis 13 und werdende Lehrer ausgerichtet. In beiden Fällen versucht das Programm, Führungskapazitäten auszubauen und zu einem Umdenken zu bewegen. Die Schüler und angehenden Lehrer werden von Dozenten, Lehrern und Pädagogen mit verschiedenen Hintergründen begleitet und die Nachbereitung begleitet sie in ihr Erwachsenenleben.

Weitere Informationen

© Alova Tuvalu

Klein ist wunderschön, Tuvalu

Die Einwohner von Tuvalu sind davon bedroht, die weltweit erste gesamte Nation von Umweltflüchtlingen zu werden. Vorrangiges Ziel von „Klein ist wunderschön“ ist es, den Tuvaluern dabei zu helfen, als Nation zu überleben und, wenn möglich, ihnen zu ermöglichen, auf dem Land ihrer Vorfahren zu bleiben. Dies kann zum einen durch die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen und zum anderen durch eine verstärkte Bewusstseinsbildung für nachhaltige Entwicklungslösungen und -initiativen erreicht werden (durch Benutzung des „Klein ist wunderschön“-Materials, Teilnahme an Kampagnen zur Durchführung internationaler Richtlinien und durch die Veränderung von Gewohnheiten durch Bildung). Des Weiteren sollen diese Ziele erreicht werden durch die Analyse geeigneter Lösungen für lokale Umweltprobleme, durch die Planung des schlimmsten Falls mit der Identifikation eines neuen Heimatlandes auf dem sich die Einwohner Tuvalus ansiedeln können, und durch die Etablierung eines offiziellen Status für Umwelt- und Klima-Flüchtlinge. Das höchste Ziel des Projektes ist die Teilnahme an einer aktiven globalen Bewegung, die Verfahren für die Sicherung unserer Umwelt und Hoffnungen auf eine Lösung für uns alle entwickelt. Das Projekt thematisiert fast alle Umweltthemen wie Energie, Abfall, biologische Vielfalt, Wasser, Luft und Erosion, aber auch den Schutz der kulturellen Vielfalt und die Bildung zu all diesen Themen.

Weitere Informationen