Afrika

The bus in action
© Jacaranda Designs

Chanuka Express, Kenia

Unter dem Motto “Lernen für nachhaltiges Leben” bietet dieses zukunftsorientierte Programm praktisches Lernen und Ausbildungsvermittlung von Jugendlichen für Jugendliche an. Das Erlernen von praktischen Fähigkeiten und deren Anwendung befähigt junge Menschen dazu, das Gesundheitswesen zu verbessern, sich selbst und die Umwelt zu schützen und ihr eigenes Leben friedlicher und produktiver zu gestalten. Das ausgebildete Chanuka Express Team arbeitet mit einem voll ausgestatteten und mit Sound versehenen Bus und bietet praktische Arbeit an, die auf das Wissen der innovativen Bildungszeitung „Young African Express“ aufbaut.
Bestärkt durch die monatlichen Ausgaben dieser Zeitung bereitet das umfangreiche Ausbildungsprogramm Teenager und junge Erwachsene darauf vor, Akteure bei der Vermittlung von Frieden, Verbesserung im Gesundheitswesen und Umweltschutz zu werden. Dieser einmalige interaktive Ansatz inspiriert junge Menschen dazu, ihre Eigenständigkeit, Unternehmerschaft und soziale Verantwortung zu steigern, indem sie produktive nachhaltige Lebensstile in Haushalten und Gemeinschaften aufbauen und zu einer sichereren und wohlhabenderen Nation beitragen.

© UNESCO

Das San Development Programm - ein integrativer Bildungsansatz; zusammen mit Nachhaltiges Leben in  einem düren Land- Beispiele aus zwei innovativen Projekten, Namibia und international

Das San Development Programm
Die San ist die am stärksten marginalisierte Bevölkerungsgruppe in Namibia und Südafrika. Die meisten haben keinen Zugang zu Bildung und medizinischen Einrichtungen. Der integrative Bildungsansatz für die San-Kinder deckt sowohl Bildung als auch soziale Bedürfnisse ab. Hauptziel des Projekts ist die Vermittlung von qualitativem Vorschulunterricht an San-Kinder, um ihnen den Zugang zu Grundschulen und Oberschulen zu ermöglichen. Dazu wurden ein Ernährungsprogramm, Kleidung und Zugang zu medizinischen Einrichtungen für San-Kinder eingeführt. Das Programm bietet auch Berufsschulungen für unterprivilegierte Jugendliche in der Region Ohangwena, inklusive der San-Jugend, an. In Zusammenarbeit mit nationalen Interessengruppen und internationalen Partnern will das Projekt durch Kompetenzvermittlung und Berufsschulungen auch für erwachsene San-Mitglieder zur Armutsbekämpfung beizutragen, um ihnen ein eigenes Einkommen zu ermöglichen.

Habitat Forschungs- und Entwicklungszentrum (HRDC)
Das HRDC bildet die Hauptstelle für Forschung und Entwicklung zur Bekanntmachung des Baus von nachhaltigen Siedlungen durch den Einsatz alternativer Baumaterialien, Design und Infrastruktur (Wasser, sanitäre Anlagen, Energie) sowie die Unterstützung der Gemeinschaft und Politik und der Verbreitung von Bildung und Information. Durch die Unterstützung von formeller Bildung in zahlreichen Bildungsinstitutionen, experimentellem Lernen im HRDC und informeller Bildung durch Gemeinschafts-Aktivitäten wird Kompetenzvermittlung erreicht. Diese beinhaltet Vorträge in Institutionen der Hochschule und die Beteiligung an Projekten oder Bildungsaktivitäten bei Schulen, zivilgesellschaftlichen Gruppen, Entscheidungsträgern und Gemeinschaften in städtischen und ländlichen Räumen. Mit örtlichen Einrichtungen wurden Ausbildungs-Workshops oder Bildungstouren durch das Zentrum durchgeführt.

Ökologisches Bildungszentrum in der namibischen Wüste (NaDEET): Bildung für ein nachhaltiges Leben
NaDEET befindet sich mitten in der namibischen Wüste und hat sich zum Ziel gesetzt, die Bevölkerung Namibias zu stärken und für eine nachhaltige Zukunft auszubilden. Das Hauptanliegen ist es, Programme der Umweltbildung im NaDEET-Zentrum durchzuführen. Als Vorbild in der Umsetzung von nachhaltigem Leben sind die Aktivitäten des NaDEET und die Versorgung mit Grundbedürfnissen miteinander verbunden, um eine echte ökologische Bildungs-Neuheit zu schaffen. Das Projekt zur ökologischen Alphabetisierung, das “Busch-Telegraph” Magazin, unterstützt lebenslanges Lernen und die Untersuchung lokaler ökologischer Themen. Es wird halbjährlich an über 13.500 Leser verteilt.

Verankerung von Umwelt und Nachhaltigkeit an afrikanischen Universitäten (MESA), Südafrika und international

Die Verankerung von Umwelt und Nachhaltigkeit an afrikanischen Universitäten (MESA) ist ein Projekt um ökologische und nachhaltige Themen in Lehre, Forschung, Engagement für die Gemeinschaft und im Management afrikanischer Universitäten zu etablieren. Das Projekt beinhaltet einen Schnellkurs zu Innovationen der Bildung für nachhaltige Entwicklung, welcher von Partnern entwickelt wurde, um die Kompetenzen zur Etablierung von Innovationen der BNE an Universitäten zu stärken, und Seminare für die Universitätsleitung. Jedes zweite Jahr wird eine Konferenz veranstaltet, bei der die Universitäten über Innovationen berichten, die in die drei Aufgabenbereiche der Universitäten, Forschung, Lehre und Engagement für die Gemeinschaft, eingebunden sind und einen Nord-Süd-Dialog anregen sollen. Pilotprogramme verbinden Universitäten, Gemeinden, Firmen und Industrie in nachhaltigen Entwicklungspartnerschaften. Das Projekt entwickelt auch ein Instrument, um festzustellen, in welchem Maße Universitäten Themen der Bildung für nachhaltige Entwicklung in Lehre, Forschung und Engagement für die Gemeinschaft ebenso wie in Management und Studentenbeteiligung implementiert haben.

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SADC Umweltbildungsprogramm, international (SADC Mitgliedsstaaten)

Das übergreifende Ziel des Projekts ist es, Praktiker der Umweltbildung in den Mitgliedstaaten der South African Development Community (SADC) auszubilden, um die ökologischen Bildungsprozesse für gerechtes und nachhaltiges Umweltmanagement zu stärken. Um dieses Ziel zu erreichen wurden eine Vielzahl an Ausbildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten geschaffen. Mit dem Programm wird versucht, verantwortungsbewusst Pädagogen in verschiedenen Bildungsbereichen zu unterstützen und sie mit einer breiten Auswahl an ökologischen Themen und Fragen der Nachhaltigkeit  vertraut zu machen. Das SADC Umweltbildungsprogramm arbeitet dafür an der Schnittstelle von sozialen, politischen, ökonomischen und biophysikalischen Lebensbereichen im südlichen Afrika. In diesem komplexen Bereich versucht das Programm, innovative und qualitativ hochwertige Bildungsinitiativen zu unterstützen, die sich partizipativ an lokalen Kontexten orientieren und die danach streben, informiertes kritisches Handeln für sozialen Wandel zu unterstützen.

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Gaia Bildung, Design für Nachhaltigkeit, international, präsentiert mit Fokus auf Ökodörfer in Senegal

Das Projekt zielt darauf, Kurse für nachhaltige Gemeinde-Entwicklung zu erstellen und wird angetrieben von einem Kreis erfahrener Ökodorf-Pädagogen mit akademischem und beruflichem Hintergrund aus den verschiedensten Disziplinen. Wichtigstes Ergebnis bis jetzt ist die Entwicklung des „Lehrplan zum Design für nachhaltige Gemeinde-Entwicklung“, der Erfahrungen und Fachwissen der weltweit erfolgreichsten Ökodörfer und Gemeindeprojekte zusammenbringt. Der Lehrplan wurde bereits auf allen fünf Kontinenten eingesetzt und mehr als 1.100 Menschen wurden innerhalb der letzten drei Jahre damit ausgebildet. Die Themen orientieren sich an vier Dimensionen: Soziales, Ökonomie, Ökologie und Weltanschauung. Sowohl virtuelle Programme als auch Programme in Ökodörfern, Städten und traditionellen Dörfern werden weltweit angeboten. Das erste nationale afrikanische Ökodorf-Netzwerk, GEN Senegal, versucht die 45 teilnehmenden Dörfer stetig zu verbessern und zu beschützen. GENSEN unterstützt nachhaltige lokale Entwicklungspraktiken, die Millennium-Entwicklungsziele und den Lehrplan zum Ökodorf-Design durch aktives Lernen und partizipative Programme zur Gemeinde-Entwicklung. Die Universitätsveranstaltungen von GENSEN wurden bereits von mehr als 300 senegalesischen und internationalen Studenten an der Universität von Massachusetts besucht. Diese haben mehrere hundert Dorfbewohner und Praktikanten ausgebildet und Programme zur Gemeinde-Entwicklung erstellt, die unter anderem die Themen biologische Landwirtschaft, Gesundheits- und Ernährungswesen, Solarenergie, Mikrokredite, Schutz der kulturellen Vielfalt, Ökotourismus und Computer-Bildung behandeln.

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